»Imperiale Strategie – Die Verteidigung Deutscher Interessen im Ausland«

Veranstaltung mit Dr. Matin Baraki, Politologe

Flyer DKP SDAj Marburg

Seit dem Ende der DDR und der Restauration des Kapitalismus in ganz Deutschland hegen politische und militärische Führungskräfte wieder Großmachtambitionen. Dies geht nicht zu Letzt aus den Verteidigungspolitischen Richtlinien des Bundesministers für Verteidigung sowie aus dem Weißbuch der Bundeswehr hervor. Die vom Grundgesetz (Art. 87 a) vorgeschriebene auf Deutschland beschränkte Verteidigungsgrenze gilt schon lange nicht mehr, sondern vielmehr werden – wie in den genannten Dokumenten nachzulesen ist – die Grenzen des Einsatzes der Bundeswehr für die Sicherung der ökonomischen Interessen Deutschlands unmissverständlich global definiert. Bemerkenswert ist dabei die Berliner Rede des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog im Hotel Adlon am 26. April 1997, in der er mit Nachdruck auf die deutschen Ansprüche hinwies: „Ein großes, globales Rennen hat begonnen: Die Weltmärkte werden neu verteilt, ebenso die Chancen auf Wohlstand im 21. Jahrhundert. Wir müssen jetzt eine Aufholjagd starten.“ Mit dem 11. September 2001 bot sich ein geeigneter Anlass für diese angestrebte deutsche Aufholjagd. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) verkündete die uneingeschränkte Solidarität Deutschlands mit den Vereinigten Staaten von Amerika. Vor diesem Hintergrund wurde zum ersten Mal, gemäß Artikel 5 des NATO-Vertrages, der „Bündnisfall“ erklärt. Damit eröffnete sich die Möglichkeit, am Krieg gegen Afghanistan teilzunehmen und künftig auch weltweit zu intervenieren. In der Schlagzeile machenden Formulierung des sozialdemokratischen Bundesverteidigungsministers Peter Struck nach der Verabschiedung der Verteidigungspolitischen Richtlinien im Frühjahr 2003 „Deutschland wird am Hindukusch verteidigt“ kommt die fortschreitende Militarisierung der deutschen Außenpolitik prägnant zum Ausdruck. Durch das militärische Engagement der BRD am Hindukusch wurde Afghanistan zum Türöffner für künftige weltweite Operationen der Bundeswehr. Inzwischen ist die Bundeswehr auf insgesamt 16 Kriegsschauplätze aktiv.

Bei unserer Veranstaltung soll es darum gehen, diese Geschichte sowie aktuelle Aspekte und die Perspektive der deutschen Außen und Militärpolitik gemeinsam mit unserem Referenten, Dr. Matin Baraki (Politologe, Dolmetscher und Lehrbeauftragter für Internationale Politik an der Philipps-Universität Marburg), zu diskutieren.

Eine Veranstaltung der DKP Kreis Marburg-Biedenkopf und der SDAJ Marburg

Ort: DGB-Haus Marburg, Käte-Dinnebier-Saal, Bahnhofstraße 6

Datum: Freitag, 17. Januar 2020

Zeit: 19:30 Uhr

Die Veranstaltung ist eintrittsfrei

ver.di Aktion auf dem Marktplatz am 19.6.2019

Am 28.06.2019 fand im Rahmen eines einwöchigen Seminars von ver.di im Bildungszentrum Gladenbach mit dem Thema

„Öffentlichkeit herstellen – Aktionen vor Ort“

eine Aktion zur Situation auf dem Wohnungsmarkt statt. Schwerpunkt war die Darstellung der Sichtweise der finanziell Schwächeren der Gesellschaft. Sie sprachen klar aus, dass nicht die Flüchtlinge an dem Wohnungsnotstand für die Schwächeren verantwortlich seien. Nicht die Flüchtlinge haben die Verantwortung dafür, dass es an bezahlbarem Wohnraum fehlt. Dies ist allein der neoliberalen Politik geschuldet. Dadurch fehlen nicht nur Wohnungen auf dem sozialen Wohnungsmarkt, sondern generell bezahlbarer Wohnraum für den finanziell unteren und mittleren Bereich der Gesellschaft. Auch ein Genosse aus Emden war Teilnehmer an der Aktion. Weil meine Frau und ich zufällig auf dem Markplatz waren, haben wir sie unterstützt. Die Oberhessische Presse berichtete über die Aktion.

Mit roten Grüßen Peter

ver.di-Aktion für bezahlbaren Wohnraum – Foto: F-P B ©2019
ver.di-Aktion für bezahlbaren Wohnraum – Foto: F-P B ©2019

Meinst Du, die Russen wollen Krieg? – Achtung: Neuer Termin

Über deutsche Hysterie und ihre Ursachen.

– Vortrags- und Diskussionsabend –

Referent: Dr. Stefan Bollinger

Wann kommt der Russe?

Seit zweihundert Jahren ist Russland für Deutschland ein Trauma. Dieses hatte zunächst noch einen realen Kern, ist aber heute nur noch ein Propaganda-Gespenst zur Deckung herrschender Interessen.
Für die Demokraten des 19. Jahrhunderts war der Zarismus der Pate aller reaktionären Regimes in Deutschland. Deshalb forderten Karl Marx und Friedrich Engels einen Krieg zur Verteidigung der europäischen Revolutionen gegen eine drohende russische Intervention.
1917 kippte das: Jetzt war es die politische Rechte, die gegen die durch Russland verkörperte bolschewistische Gefahr agitierte. Das ging so bis 1991. Nach dem Untergang der Sowjetunion schien das Gespenst verschwunden. Es ist wiedergekommen, jetzt in Gestalt von Wladimir Putin. Die neuerliche Hochrüstung der NATO wird mit der angeblichen Aggressivität Russlands begründet.
Was ist dran? Wie gefährlich ist Russland wirklich? Wer hat ein Interesse an einer neuen Konfrontation?
Die DKP und die SDAJ Marburg-Biedenkopf wollen diesen Fragen nachgehen.
Stefan Bollinger ist Verfasser eines gleichnamigen Buchs. Die Ergebnisse seiner Analysen will er nun auch in Marburg vorstellen.

Hierzu laden wir ein:
am 9. Mai 2019 | 19:30 Uhr
im DGB-Haus Marburg | Bahnhofstraße 6

Die Flamme der Revolution

Deutschland 1918/19

Multimediavortrag und Buchvorstellung mit

Bernd Langer

Mit Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 radikalisieren sich die sozialen Verhältnisse. Weil die SPD den Kriegskurs des Kaiserreiches mitträgt, spaltet sich die Partei und es entsteht die Unabhängige Sozialdemokratie. Auftrieb erhält die Antikriegsstimmung durch die Revolution in Russland 1917. Doch erst mit der militärischen Niederlage bricht das Kaiserreich 1918 zusammen, und ein Matrosenaufstand in Kiel wird zum Auslöser der Novemberrevolution. Der zunächst friedliche Verlauf ist bald von blutigen Konfrontationen überschattet. Während die radikalen Kräfte die Sozialisierung der Industrie und die Räte-Republik wollen, verteidigen die SPD und andere bürgerliche Parteien die kapitalistischen Besitzverhältnisse mit Hilfe der Freikorps. Im Jahr 1919 entwickelt sich im Deutschen Reich ein Bürgerkrieg, der nicht als solcher in den Geschichtsbüchern verzeichnet ist. Jene Tage führen zu einer grundlegenden politischen Weichenstellung. Denn die weltweite Spaltung in Kommunistische Parteien mit revolutionärem Anspruch einerseits und eine reformistische Sozialdemokratie andererseits sowie die verhängnisvolle Entwicklung am Vorabend des Faschismus sind ohne diese Ereignisse nicht zu begreifen.

Datum: 6.2.2019

Zeit: 19.00 Uhr

Ort: DGB-Haus, Käthe-Dinnebier-Saal, Bahnhofstr. 6, 35037 Marburg

Veranstalter/innen

DKP + SDAJ + DGB

Diese Veranstaltung auch einen Tag vorher in Gießen:

Datum: 5.2.2019

Zeit: 19.00 Uhr

Ort: Anschlussverwendung, Grünberger Str. 22, 35390 Gießen

Veranstalter/innen

ARAG + DKP + DGB

Vietnam. Vom Sozialismus zur Industrie 4.0?

Die Niederlage der USA in Vietnam 1975 war – im Nachhinein gesehen – der letzte Sieg des Sozialismus im Zeitalter der großen Umwälzungen nach 1917. Zugleich bahnte sich Mitte der siebziger Jahre die weltweite marktradikale („neoliberale“) Wende des Kapitalismus und die Agonie der Sowjetunion an.

Quelle: Wikipedia

Welche Chance konnte da ein Land haben, das gleichsam gegen den Strom in den Sozialismus aufbrach?

Viele, die 1968 mit dem Ruf „Ho-Ho-Ho-Chi-Minh“ sich für Vietnam begeisterten, haben ihr Interesse daran mittlerweile verloren.

Quelle: Wikipedia

Nicht so Günter Giesenfeld, 1972-2003 Professor in Marburg. Er war seit den sechziger Jahren führend an der Solidaritätsbewegung mit dem vietnamesischen Volk beteiligt und ist heute noch Vorsitzender der Freundschaftsgesellschaft Vietnam. Sein Buch „Land der Reisfelder. Vietnam, Laos, Kampuchea. Geschichte und Gegenwart“, einst aus der Solidaritätsbewegung entstanden, ist nach ständigen Erweiterungen heute das Standardwerk zu diesem Thema.

Giesenfeld verschließt nicht die Augen vor den neuesten Entwicklungen in Vietnam. Diese sind geprägt von Fehlern der vietnamesischen Führung, Lehren, die daraus gezogen wurden, aber auch von den Zwängen einer Welt-Machtkonstellation, in die sich die indochinesischen Länder einfügen müssen, ob sie wollen oder nicht. In der Gegenwart wirkt eine außergewöhnliche Vergangenheit weiter.

Günter Giesenfeld will uns in diese Problematik einführen.

Wann? Freitag, 1. Februar 2019, 19:00

Wo? Käte-Dinnebier-Saal DGB-Haus, Bahnhofstr.6, Marburg

DKP Marburg-Biedenkopf und SDAJ Marburg laden herzlich ein.

Rosa Luxemburg

Aus Anlass ihres 100. Todestages

Vortrags- und Diskussionsabend

Am 15. Januar 1919 wurde Rosa Luxemburg ermordet. Ihr dramatisches Leben, ihre faszinierende Persönlichkeit und ihr schrecklicher Tod beschäftigen seitdem die Erinnerung von Generationen.
Zugleich ist ihr Wirken hochaktuell für Vergangenheit und Gegenwart: In ihrem ökonomischen Hauptwerk „Die Akkumulation des Kapitals“ analysierte sie die zerstörerische Dynamik des Kapitalismus und deren Konsequenzen: Imperialismus und Krieg. Diese ihre Erkenntnisse bestimmten auch ihre Stellung in den Kämpfen ihrer Zeit: ihre Wendung gegen den Reformismus Eduard Bernsteins, ihre Differenz zu Lenins Parteikonzept, ihr Eintreten für den Massenstreik, ihren Kampf für den Frieden, ihre Haltung zur russischen Oktoberrevolution von 1917, ihre Teilnahme an zwei Revolutionen
(1905/06 gegen den Zarismus, 1918/19 in Deutschland).
Ausgehend von ihren ökonomischen und politischen Befunden wollen wir dieses Erbe für uns erschließen.

Datum: 25. Januar 2019 | 19 Uhr
Ort: DGB-Haus Marburg | Bahnhofstraße 6

Referenten: Gert Meyer & Georg Fülberth
Veranstalter: DKP & SDAJ Marburg
www.dkp-marburg.de
www.sdaj-hessen.de