HUNDERT JAHRE OKTOBERREVOLUTION

Am 7. November jährt sich die Sozialistische Oktoberrevolution von 1917 zum hundertsten Mal.

Der US-amerikanische Journalist und Kommunist John Reed nannte die scheinbar kurze Zeitspanne, in der eine neue Epoche eingeleitet wurde, „zehn Tage, die die Welt veränderten“.

Tatsächlich: Die Welt des 20. Jahrhunderts wurde durch diese Revolution und das, was auf sie folgte, verändert.

Heute stellt sich die Frage, ob dies auch noch für das 21. Jahrhundert gilt.

Es waren allerdings nicht nur zehn Tage, die die große Umwälzung von 1917 brachten. Vorangegangen waren Jahrzehnte der Vorbereitung durch die russische Arbeiterbewegung und Veränderungen in der russischen Wirtschaft und Gesellschaft.

Die DKP Marburg lädt ein zur folgender Veranstaltung:

Die russische Oktoberrevolution 1917: Ihre Ursachen, ihr Verlauf und ihre Bedeutung für die Zukunft

Unser Referent ist

Dr. Gert Meyer (Marburg)

Historiker und Politikwissenschaftler

Ort: Technologie- und Tagungszentrum Marburg, Softwarecenter 3.

Datum: 7. November 2017

Zeit: 19.00 Uhr

Flyer: Oktoberrevolution

150 Jahre ‚Das Kapital‘ von Karl Marx

„150 Jahre ‚Das Kapital‘ von Karl Marx – Tagung der Marx-Engels-Stiftung“ in Marburg

Vor bald 150 Jahren, im September 1867, erschien erstmals ‚Das Kapital‘ von Karl Marx. Auch wenn die Resonanz zunächst verhalten war, so wurde es doch zu einer der einflussreichsten ökonomiekritischen Schriften – nicht nur durch die unmittelbare Rezeption, sondern auch der Ausstrahlung in nahezu alle gesellschaftswissenschaftlichen Disziplinen.

Für gesellschaftskritische Sozialwissenschaften ist Marx‘ Kritik zentraler Bezugspunkt. Es jährt sich nicht nur ‚Das Kapital‘, sondern 2018 ist zudem der 200. Geburtstag des Autors, Karl Marx. Diese Jubiläen werden auch in der bürgerlichen Öffentlichkeit begangen. Bereits jetzt kündigt sich eine unübersehbare Anzahl an Beiträgen unterschiedlichster Couleur an. Es ist deshalb für eine radikale Gesellschaftskritik um so wichtiger, sich das kritische Potenzial der marxschen Theorie zu vergegenwärtigen, sie zu aktualisieren und nicht durch bürgerliche Akteure vereinnahmen zu lassen.

Die Marx-Engels-Stiftung widmet dem Jubiläum „150 Jahre Kapital“ gemeinsam mit der DKP Marburg und SDAJ Marburg eine kleine Tagung.
Dort wird H. Wendt die Stellung des ‚Das Kapital‘ in der Geschichte der klassischen politischen Ökonomie darstellen, während Dr. Thomas Kuczynski sich der weiteren Bearbeitung der ersten Ausgabe durch Marx widmen wird. Dr. Georg Fpülberth wird in seinem Vortrag die vielfältige Wirkungsgeschichte des Werkes skizzieren.

Ort: DGB Haus Marburg, Bahnhofstraße 6, 35037 Marburg.
Datum: Samstag, 10.06.2017
Zeit: 11.00 Uhr bis ca. 17.00 Uhr

Weitere Informationen auf der Website der Marx-Engels-Stiftung oder unter info@dkp-marburg.de.

Freier Eintritt!!

DKP solidarisch mit streikenden KollegInnen des Rhönkonzerns

Kapital & Arbeit

DKP solidarisch mit streikenden KollegInnen des Rhönkonzerns

An die streikenden Kolleginnen und Kollegen des UKGM
An die Gewerkschaft ver.di

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die DKP Gießen erklärt sich solidarisch mit Eurer berechtigten Forderung nach einer angemessenen Lohnerhöhung. Das „Angebot“ des Rhönkonzerns liegt unterhalb der Inflationsrate, bedeutet Reallohnverlust und ist unannehmbar. Eine Angleichung an die weit höhere Entgeltordnung in öffentlich-rechtlichen Krankenhäusern muss durchgesetzt werden. Euer Streik ist die richtige Antwort auf dieses unverschämte Angebot, das Eure Leistung in Eurem verantwortungsvollen Beruf grob missachtet.
Wir sind ebenfalls solidarisch mit Euch und Eurer Forderung nach Einstellung von weiteren Pflegekräften sowie einer Personalbemessungsverordnung, die die permanente Unterbesetzung beendet. Der jetzige Zustand ist nicht nur für Eure eigene Belastung untragbar sondern gefährdet auch das Wohl der Patienten, was an der hohen Zahl an Überlastungsanzeigen zum Ausdruck kommt.
Wenn derzeit etwa 800 Stellen fehlen, so ist das auch das Ergebnis der Privatisierung der beiden Uni-Kliniken, bei denen jetzt nicht mehr das Wohl der Kranken, sondern der Profit des Konzerns und die Dividende der Aktionäre oberste Priorität hat.
Die DKP fordert den Rückkauf des UKGM durch das Land Hessen.
Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um auch öffentlich für Eure Interessen gegen den Rhön-Konzern einzutreten.
Wir unterstützen Euren Streik und wünschen Euch viel Erfolg.

Mit solidarischen Grüßen

DKP Kreisorganisation Gießen
(gez. Erika Beltz)

Blista-Betriebsrat ehrt ihren ehemaligen Vorsitzenden Jupp Dörrich

Im Jahr 2016 feierte die Blindenstudienanstalt (blista) ihr 100-jähriges Bestehen. Der Betriebsrat der blista nahm dies zum Anlass, den Startgeber für die Gründung eines Betriebsrates im Jahr 1967 zu würdigen. Der Betriebsrat nennt seit dem 16. Dezember 2016 seinen Tagungsraum offiziell „Jupp-Dörrich-Raum.“

Der 1922 geborene Josef „Jupp“ Dörrich war ein gelernter Werkzeugmacher in der Punktschriftmaschinenproduktion. In den frühen 80-er Jahren initiierte Jupp Dörrich eine Bewegung unter den Beschäftigten, um die blista in den damaligen BAT, den Bundesangestelltentarifvertrag, einzugliedern. Bis dahin waren die Löhne und Gehälter ohne tarifliche Grundlage und Rechtssicherheit gezahlt worden. Mit der Einbindung in das Tarifgefüge des Öffentlichen Dienstes war ebenfalls eine zusätzliche Altersversorgung verbunden. Die „ZVK“, die Zusatzversorgungskasse des Öffentlichen Dienstes, stellt heute für viele  blista-Rentner/-innen die sog. „zweite Säule“ der Alterseinkünfte dar.

In der Mitte der 70-er Jahre war Jupp Dörrich auch für Schüler/-innen der blista ein verlässlicher Bündnispartner bei der Reform des Internats. Rudi Ullrich, einer der damaligen Schülersprecher, erinnerte während der Einweihungsfeier an seine Gespräche mit Jupp Dörrich, der die Schülerforderung nach einem dezentralen Wohngruppenkonzept als Sprecher der Beschäftigten tatkräftig unterstützte.

Während der Einweihungsfeier erinnerten Herr Lemke und Pit Metz an einige entscheidende Auseinandersetzungen zwischen Betriebsrat und Vorstand. Joachim Lemke: „Von Jupp konnte man viel lernen. Vor allem: klare gewerkschaftliche Standpunkte argumentativ vertreten und Kompromisse eingehen, wenn’s nicht anders ging.“ Vorstandsvorsitzender Herr Duncker: „Der blista-Vorstand und der blista-Betriebsrat ehren mit der Raumbenennung eine große verdienstvolle und beeindruckende Persönlichkeit, dessen Namen nicht in Vergessenheit fallen darf.“

Pit Metz erklärte in seiner Laudatio die Entstehung des Portraits; sie zeigt Jupp während einer Diskussion mit dem damaligen Direktor Hertlein auf einer Veranstaltung der betrieblichen Friedensinitiative im Jahr 1983. „Lange Jahre galten Wehrmachtsdeserteure wie Jupp als feige Vaterlandsverräter; aber Jupp war ein mutiger Mann. Als Antifaschist wollte er kein Mittäter in Hitlers Vernichtungskrieg sein. Er floh als deutscher Soldat zu den italienischen Partisanen und geriet dort in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Von dort kam er nach Marburg, denn die Rückkehr in seine einstige Heimatstadt Pohorsch im Sudetenland war nicht mehr möglich.

In Marburg engagierte sich Jupp in der Kommunistischen Partei, für die er im Kommunalparlament ein Mandat von 1948 bis 1952, und später von 1974 bis 1981 wahrnahm. Jupp war – im Brecht’schen Sinne – ein lesender Arbeiter, der uns jungen, zuweilen ungestümen Rebellen zur Besonnenheit riet. Wir haben viel von ihm gelernt.“ 

Unser Bild zeigt drei Nachfolger im Amt des Betriebsratsvorsitzenden; von links Joachim Lemke und Pit Metz; rechts -neben der Fotografie- steht der aktuelle Vorsitzende Rainer Datzer.

Pit Metz

Kunst und Kampf – KuK

Buchvorstellung mit Bernd Langer

In den 1980er Jahren wird Kunst und Kampf (KuK) mit der Gestaltung von Plakaten in der autonomen Bewegung bekannt. Das Projekt verfolgt einen kollektiven Ansatz, der jedoch immer auch individuelle Züge trägt.
Hunderte Plakate entstanden, daneben Gemälde und Agit-Prop-Aktionen. Bernd Langer, Protagonist dieser Idee, legt nun eine Gesamtbetrachtung von fast 40 Jahren antifaschistischer Kunst in der Bundesrepublik vor.
Das Buch streift dabei die Geschichte der Jugendzentrumsbewegung, erzählt von den Autonomen und der Antifa, von Hausbesetzungen, umgestürzten Denkmälern, spektakulären Demonstrationen, der Herstellung von illegalen Plakaten und Zeitungen und warum die Doppelfahnen der Antifaschistischen Aktion heute von links gegen rechts wehen.

Marburg
Donnerstag | 17.11.2016 | 19.30 Uhr
Bahnhofstraße 6
Veranstalter: SDAJ Marburg, DKP, VVN

Gieẞen
Freitag | 18.11.2016 | 19 Uhr
Gewerkschaftshaus Walltorstraße 17
Veranstalter: SDAJ Gießen, DKP, VVN,
Rote Hilfe, Antifaschistische Revolutionäre Aktion (ARAG)

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ANTIFASCHISMUS HEUTE – Krise, Kriminalisierung und Gegenstrategien

Die DKP Marburg-Biedenkopf und die SDAJ Marburg-Gießen laden ein zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „ANTIFASCHISMUS HEUTE – Krise, Kriminalisierung und Gegenstrategien“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Damals wie heute gilt: Nie wieder Faschismus!„.
Ort: Marburg, Raum 00/0080 Hörsaalgebäude, Biegenstraße 14
Zeit: Donnerstag, 27. Oktober 2016, 19:30 Uhr

  „Ein Faschist, der nichts ist als ein Faschist, ist ein Faschist. Ein Antifaschist, der nichts ist als ein Antifaschist, ist kein Antifaschist.“ (Erich Fried)

Seit 2013 befindet sich die antifaschistische Bewegung in einer Krise. Mehrere Gruppen, die das Bild der autonomen Antifa im vergangenen Jahrzehnt mitgeprägt hatten (darunter die »Antifaschistische Linke Berlin«), lösten sich auf. Diese Entwicklungen machten schließlich ein Überdenken der antifaschistischen Politik und Strategie notwendig.
Die Orientierungsphase der antifaschistischen Bewegung erfolgt während einer Situation der zunehmenden Rechtsentwicklung in Staat und Gesellschaft. So kommt es seit 2015 in deutschen Städten und Dörfern zu pogromartigen Zuständen. Überall entstehen »Nein zum Heim«-Initiativen, die neofaschistische Partei „III. Weg“ veröffentlicht eine Karte mit Asylbewerberunterkünften als Angriffsziele und in den sozialen Netzwerken wird Rassismus immer sichtbarer. Daneben ist mit PEGIDA eine völkische, sozialrassistische Bewegung mit mehreren tausend Sympathisanten entstanden, die eine breite Masse der Bevölkerung anspricht und es schafft, soziale Ängste zu kanalisieren. Darauf aufbauend gelang der rechtspopulistischen Partei „Alternative für Deutschland“ der Einzug in mehrere Parlamente.
Für Antifaschist_innen stellt sich in diesem Zusammenhang die drängende Frage, was zu tun ist, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Wir laden diesbezüglich ganz herzlich ein zu einem offenen Dialog im Rahmen einer Podiumsdiskussion, die getragen wird von antifaschistischen Vertreter_innen*. Hierbei sollen insbesondere drei Frageschwerpunkte helfen, Antworten für den gemeinsamen antifaschistischen Kampf zu finden: (1) Wie kann eine wirksame antifaschistische Strategie aussehen? (2) Was bedeutet das für antifaschistische Bündnispolitik? (3) Wessen bedarf es, damit antifaschistisches Handeln wieder gesellschaftsmächtig wird? Wir freuen uns darauf, diese und andere Fragen mit euch zu diskutieren, denn die BRD braucht mehr denn je eine starke antifaschistische Bewegung!
Referent_innen:
Jenny Meurer (Aktivistin der Antifaschistischen Revolutionären Aktion Gießen)
Dr. Ulf Immelt (DGB-Organisationssekretär Mittelhessen)
Dr. Ulrich Schneider (Bundessprecher der VVN-BdA)
Jan Schalauske (Landesvorsitzender der Partei DIE LINKE in Hessen)
Pablo Graubner (Bildungsreferent der DKP Hessen)
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Zwischenimperialistische Widersprüche

– Tagung der Marx-Engels-Stiftung in Marburg –

Samstag, 29.10., DGB Haus, Bahnhofstr. 6, Marburg, 11-17 Uhr

Die Planung für diese Tagung schien bereits abgeschlossen. Leider aber mussten zwei Referenten ihr Zusage aus gesundheitlichen bzw. beruflichen Gründen kurzfristig zurückziehen. Wir versuchen derzeit, sie zu ersetzen.

Derzeit stehen drei Vorträge fest:

Lucas Zeise (Frankfurt/M., Chefredakteur der UZ):
Unterordnung, Rivalität oder Gegnerschaft? Zum Verhältnis Deutschlands zu den USA

Beate Landefeld (Essen, Redaktion Marxistische Blätter):
Zwischenimperialistische Widersprüche in der Europäischen Union

Dr. Matin Baraki (Marburg, Lehrbauftragter):
Afghanistan als Objekt rivalisierender Imperialmächte

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GRIECHENLAND UND DIE EUROKRISE

Die DKP Marburg-Biedenkopf und die SDAJ Marburg laden ein zu einer Veranstaltung mit Andreas Wehr (Autor und Journalist) zum Thema „Griechenland und die Eurokrise – Das Scheitern von SYRIZA & die Konsequenzen„.

Ort: Marburg, Käte-Dinnebier-Saal im Gewerkschaftshaus, Bahnhofstraße 6
Zeit: Donnerstag, 13. Oktober 2016, 19:30 Uhr

 

Der Wahlsieg von Syriza vom Januar 2015 war von großen Hoffnungen begleitet, in Griechenland und in ganz Europa. Mit der Hinnahme der vor allem von der deutschen Regierung diktierten Vereinbarung mit den Gläubigerstaaten im Sommer 2015 wurde dieser Aufbruch jedoch jäh beendet.
Andreas Wehr, Autor des Buches „Der kurze griechische Frühling- Das Scheitern von SYRIZA und seine Konsequenzen“ (PapyRossa-Verlag 2016) referiert über die Hintergründe der Eurokrise, die besondere Rolle Griechenlands darin und diskutiert die Frage, welche Schlussfolgerungen aus dem jähen Ende des kurzen „griechischen Frühlings“ zu ziehen sind.
Die Niederlage von Syriza, so Wehr, kann nicht ohne Konsequenzen für die weitere Strategie linker Parteien in Europa sein. Es wurde offensichtlich, dass es ein »demokratisches und soziales Europa« unter den Bedingungen des Euros und der EU nicht geben wird.

Kubas Sieg über Ebola

Die DKP Marburg-Biedenkopf, die SDAJ Marburg und Cuba Sí Marburg laden ein zu einer Veranstaltung zum Thema „Kubas Sieg über Ebola„. Vom beispielhaften Einsatz kubanischer Ärzte gegen die Ebola-Epidemie in Afrika berichtet Dr. Graciliano Diáz Bartólo aus Santiago de Cuba (Mitglied der Brigade Henry Reeves, Leiter der „Mission“ in Guinea im Kampf gegen Ebola und Teilnehmer an Auslandseinsätzen kubanischer Ärzte in Bolivien).

Kubas Sieg über Ebola
Ein Beispiel  für Solidarität, Fairness & Respekt  zwischen  den Völkern am Beispiel des Kampfes kubanischer ÄrztInnen gegen Ebola in Afrika
Das kubanische Programm der internationalen Solidarität ist beispielhaft in der medizinischen Grundversorgung, bei Katastrophen und Epidemien. Dies zeigte sich beispielsweise beim Einsatz kubanischer Ärzte gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika, die regelmäßig von der WHO, UNO und UNESCO hoch gelobt werden. Möglich ist dies v.a. durch den unermüdlichen Einsatz von Kubas Medizinern und dank des vorhandenen politischen Willens des kleinen Landes – und dies alles trotz der nach wie vor bestehenden völkerrechtswidrigen US-Blockade!
Ban Ki-moon, Generalsekretär der UN, sagte 2014:
„Sie sind immer die Ersten, die ankommen und die Letzten, die abziehen – sie bleiben immer auch nach der Krise im Einsatz. Kuba hat der ganzen Welt eine Menge zu zeigen.“
Weitere Informationen zur Veranstaltung und zum Referenten unter:
Ort: Marburg, Käte-Dinnebier-Saal im DGB-Haus, Bahnhofstraße 6
Zeit: Donnerstag, 06. Oktober 2016, 19:30 Uhr

Die braune Vergangenheit und Gegenwart der hessischen CDU

Podiumsdiskussion mit Milena Hildebrand (Die LINKE. – Referentin im NSU-Untersuchungsausschuss in Hessen), Julia Müller (SDAJ Gießen) und Adrian Gabriel (Die LINKE. – Fraktionsreferent im Innenausschuss in Hessen) zum Thema „Die braune Vergangenheit und Gegenwart der hessischen CDU“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Damals wie heute gilt: Nie wieder Faschismus!„.
Ort: Marburg, Käte-Dinnebier-Saal im Gewerkschaftshaus, Bahnhofstraße 6
Zeit: Donnerstag, 22. September 2016, 19:30 Uhr
Die hessische CDU und ihre angeschlossenen Jugendorganisationen haben eine braune Vergangenheit und Gegenwart die es insbesondere aufgrund der zunehmenden Rechtsentwicklung in Staat und Gesellschaft aufzuzeigen gilt. Wir laden diesbezüglich ganz herzlich zu einer Podiumsdiskussion ein, die getragen wird von drei antifaschistischen Vertreter_innen, die zu folgenden Themen sprechen:
(1) „Braunes Erbe – NS-Vergangenheit der hessischen CDU
In der CDU-Fraktion waren in den Wahlperioden von 1954 bis 1966  zwischen 25 und 35 Prozent der Mandate von früheren NSDAP-Mitgliedern besetzt. Darunter waren schwer belastete Nazis, die eine neue Heimat in der CDU fanden. Beispiele dafür sowie die zentralen Ergebnisse der Broschüre stellt Adrian Gabriel vor.
(2) „Die Union: Für alle reaktionären Richtungen offen
Wie stark extrem rechtes Gedankengut bei der hessischen CDU und ihren Nachwuchskräften vorhanden ist, macht die von der SDAJ erstellte Broschüre „Die Union: Für alle Richtungen offen“ deutlich. Darin werden die personellen und inhaltlichen Verbindungen zwischen Konservativen und radikalen Rechten aufgezeigt. Einen Einblick in die Broschüre gibt Julia Müller mit ihrem Beitrag.
(3) „Vertuschung und Sensationelles im hessischen NSU-Ausschuss
Es hat lange gedauert, bis ein Untersuchungsausschuss im hessischen Landtag zu den mörderischen Verbrechen des sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) eingesetzt wurde. Die schwarz-grüne Landesregierung versucht die Arbeit des Ausschusses bis heute immer wieder mit ihrer Verfahrensmehrheit lahmzulegen, indem sie Akten nicht zugänglich macht und nicht zielführende Beweisanträge stellt. Welche Rolle die CDU bei der Aufklärung der NSU-Mordserie spielt, erläutert Milena Hildebrand.
Flyer - Die braune Vergangenheit und Gegenwart der hessischen CDU
Plakat - Die braune Vergangenheit und Gegenwart der hessischen CDU