ver.di Aktion auf dem Marktplatz am 19.6.2019

Am 28.06.2019 fand im Rahmen eines einwöchigen Seminars von ver.di im Bildungszentrum Gladenbach mit dem Thema

„Öffentlichkeit herstellen – Aktionen vor Ort“

eine Aktion zur Situation auf dem Wohnungsmarkt statt. Schwerpunkt war die Darstellung der Sichtweise der finanziell Schwächeren der Gesellschaft. Sie sprachen klar aus, dass nicht die Flüchtlinge an dem Wohnungsnotstand für die Schwächeren verantwortlich seien. Nicht die Flüchtlinge haben die Verantwortung dafür, dass es an bezahlbarem Wohnraum fehlt. Dies ist allein der neoliberalen Politik geschuldet. Dadurch fehlen nicht nur Wohnungen auf dem sozialen Wohnungsmarkt, sondern generell bezahlbarer Wohnraum für den finanziell unteren und mittleren Bereich der Gesellschaft. Auch ein Genosse aus Emden war Teilnehmer an der Aktion. Weil meine Frau und ich zufällig auf dem Markplatz waren, haben wir sie unterstützt. Die Oberhessische Presse berichtete über die Aktion.

Mit roten Grüßen Peter

ver.di-Aktion für bezahlbaren Wohnraum – Foto: F-P B ©2019
ver.di-Aktion für bezahlbaren Wohnraum – Foto: F-P B ©2019

Meinst Du, die Russen wollen Krieg? – Achtung: Neuer Termin

Über deutsche Hysterie und ihre Ursachen.

– Vortrags- und Diskussionsabend –

Referent: Dr. Stefan Bollinger

Wann kommt der Russe?

Seit zweihundert Jahren ist Russland für Deutschland ein Trauma. Dieses hatte zunächst noch einen realen Kern, ist aber heute nur noch ein Propaganda-Gespenst zur Deckung herrschender Interessen.
Für die Demokraten des 19. Jahrhunderts war der Zarismus der Pate aller reaktionären Regimes in Deutschland. Deshalb forderten Karl Marx und Friedrich Engels einen Krieg zur Verteidigung der europäischen Revolutionen gegen eine drohende russische Intervention.
1917 kippte das: Jetzt war es die politische Rechte, die gegen die durch Russland verkörperte bolschewistische Gefahr agitierte. Das ging so bis 1991. Nach dem Untergang der Sowjetunion schien das Gespenst verschwunden. Es ist wiedergekommen, jetzt in Gestalt von Wladimir Putin. Die neuerliche Hochrüstung der NATO wird mit der angeblichen Aggressivität Russlands begründet.
Was ist dran? Wie gefährlich ist Russland wirklich? Wer hat ein Interesse an einer neuen Konfrontation?
Die DKP und die SDAJ Marburg-Biedenkopf wollen diesen Fragen nachgehen.
Stefan Bollinger ist Verfasser eines gleichnamigen Buchs. Die Ergebnisse seiner Analysen will er nun auch in Marburg vorstellen.

Hierzu laden wir ein:
am 9. Mai 2019 | 19:30 Uhr
im DGB-Haus Marburg | Bahnhofstraße 6

Die Flamme der Revolution

Deutschland 1918/19

Multimediavortrag und Buchvorstellung mit

Bernd Langer

Mit Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 radikalisieren sich die sozialen Verhältnisse. Weil die SPD den Kriegskurs des Kaiserreiches mitträgt, spaltet sich die Partei und es entsteht die Unabhängige Sozialdemokratie. Auftrieb erhält die Antikriegsstimmung durch die Revolution in Russland 1917. Doch erst mit der militärischen Niederlage bricht das Kaiserreich 1918 zusammen, und ein Matrosenaufstand in Kiel wird zum Auslöser der Novemberrevolution. Der zunächst friedliche Verlauf ist bald von blutigen Konfrontationen überschattet. Während die radikalen Kräfte die Sozialisierung der Industrie und die Räte-Republik wollen, verteidigen die SPD und andere bürgerliche Parteien die kapitalistischen Besitzverhältnisse mit Hilfe der Freikorps. Im Jahr 1919 entwickelt sich im Deutschen Reich ein Bürgerkrieg, der nicht als solcher in den Geschichtsbüchern verzeichnet ist. Jene Tage führen zu einer grundlegenden politischen Weichenstellung. Denn die weltweite Spaltung in Kommunistische Parteien mit revolutionärem Anspruch einerseits und eine reformistische Sozialdemokratie andererseits sowie die verhängnisvolle Entwicklung am Vorabend des Faschismus sind ohne diese Ereignisse nicht zu begreifen.

Datum: 6.2.2019

Zeit: 19.00 Uhr

Ort: DGB-Haus, Käthe-Dinnebier-Saal, Bahnhofstr. 6, 35037 Marburg

Veranstalter/innen

DKP + SDAJ + DGB

Diese Veranstaltung auch einen Tag vorher in Gießen:

Datum: 5.2.2019

Zeit: 19.00 Uhr

Ort: Anschlussverwendung, Grünberger Str. 22, 35390 Gießen

Veranstalter/innen

ARAG + DKP + DGB

Vietnam. Vom Sozialismus zur Industrie 4.0?

Die Niederlage der USA in Vietnam 1975 war – im Nachhinein gesehen – der letzte Sieg des Sozialismus im Zeitalter der großen Umwälzungen nach 1917. Zugleich bahnte sich Mitte der siebziger Jahre die weltweite marktradikale („neoliberale“) Wende des Kapitalismus und die Agonie der Sowjetunion an.

Quelle: Wikipedia

Welche Chance konnte da ein Land haben, das gleichsam gegen den Strom in den Sozialismus aufbrach?

Viele, die 1968 mit dem Ruf „Ho-Ho-Ho-Chi-Minh“ sich für Vietnam begeisterten, haben ihr Interesse daran mittlerweile verloren.

Quelle: Wikipedia

Nicht so Günter Giesenfeld, 1972-2003 Professor in Marburg. Er war seit den sechziger Jahren führend an der Solidaritätsbewegung mit dem vietnamesischen Volk beteiligt und ist heute noch Vorsitzender der Freundschaftsgesellschaft Vietnam. Sein Buch „Land der Reisfelder. Vietnam, Laos, Kampuchea. Geschichte und Gegenwart“, einst aus der Solidaritätsbewegung entstanden, ist nach ständigen Erweiterungen heute das Standardwerk zu diesem Thema.

Giesenfeld verschließt nicht die Augen vor den neuesten Entwicklungen in Vietnam. Diese sind geprägt von Fehlern der vietnamesischen Führung, Lehren, die daraus gezogen wurden, aber auch von den Zwängen einer Welt-Machtkonstellation, in die sich die indochinesischen Länder einfügen müssen, ob sie wollen oder nicht. In der Gegenwart wirkt eine außergewöhnliche Vergangenheit weiter.

Günter Giesenfeld will uns in diese Problematik einführen.

Wann? Freitag, 1. Februar 2019, 19:00

Wo? Käte-Dinnebier-Saal DGB-Haus, Bahnhofstr.6, Marburg

DKP Marburg-Biedenkopf und SDAJ Marburg laden herzlich ein.

Rosa Luxemburg

Aus Anlass ihres 100. Todestages

Vortrags- und Diskussionsabend

Am 15. Januar 1919 wurde Rosa Luxemburg ermordet. Ihr dramatisches Leben, ihre faszinierende Persönlichkeit und ihr schrecklicher Tod beschäftigen seitdem die Erinnerung von Generationen.
Zugleich ist ihr Wirken hochaktuell für Vergangenheit und Gegenwart: In ihrem ökonomischen Hauptwerk „Die Akkumulation des Kapitals“ analysierte sie die zerstörerische Dynamik des Kapitalismus und deren Konsequenzen: Imperialismus und Krieg. Diese ihre Erkenntnisse bestimmten auch ihre Stellung in den Kämpfen ihrer Zeit: ihre Wendung gegen den Reformismus Eduard Bernsteins, ihre Differenz zu Lenins Parteikonzept, ihr Eintreten für den Massenstreik, ihren Kampf für den Frieden, ihre Haltung zur russischen Oktoberrevolution von 1917, ihre Teilnahme an zwei Revolutionen
(1905/06 gegen den Zarismus, 1918/19 in Deutschland).
Ausgehend von ihren ökonomischen und politischen Befunden wollen wir dieses Erbe für uns erschließen.

Datum: 25. Januar 2019 | 19 Uhr
Ort: DGB-Haus Marburg | Bahnhofstraße 6

Referenten: Gert Meyer & Georg Fülberth
Veranstalter: DKP & SDAJ Marburg
www.dkp-marburg.de
www.sdaj-hessen.de

Novemberrevolution 1918

Missglückt oder gelungen?


Die deutsche Novemberrevolution begann mit dem Matrosenaufstand in Kiel am
4. November 1918 und endete mit der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl
Liebknecht sowie den Regierungsmassakern in Berlin, Lichtenberg, Bremen und
München 1919.
Wurde damit ein möglicher deutscher Sozialismus für diese Zeit vernichtet, oder
hatte er damals ohnehin keine Chance? Was machte der Arbeiter- und Soldatenrat
unter Bruno Poersch in Marburg? Und waren die Untaten des Sozialdemokraten
Gustav Noske etwa das zwar unschöne, aber notwendige Gründungsverbrechen
einer feinen Sache, nämlich der freiheitlichen Weimarer Republik?
Zu einer Diskussion über diese Alternativen einer nicht allzu fernen Vergangen-
heit laden die DKP Marburg-Biedenkopf und die SDAJ Marburg ein.

Referenten:       
Georg Fülberth
Gert Meyer

Ort:
DGB Marburg
Bahnhofstraße 6
Datum:
9. November 2018
19:00 – 22:00 Uhr

Eine Veranstaltung der DKP und SDAJ Marburg

www.facebook.com/DKP.Marburg
www.facebook.com/sdaj.marburg
www.sdaj-hessen.de

Volksrepublik China – Die neue Weltmacht?

DKP Marburg-Biedenkopf und die SDAJ Marburg-Gießen laden in Kooperation mit der Marx-Engels-Stiftung zu einer ganztägigen Tagung ein.

Themenbeschreibung: »Volksrepublik China – Die neue Weltmacht?« Sehen wir uns die dominierenden Meldungen der bundesdeutschen Presseorgane in Wort und Bild an, dann führen Chinesen Handelskriege, machen mit ihrer rückständigen Industrie die Umwelt kaputt und bauen weltweit ihren Einfluss aus.

In China wird der Überwachungsstaat ausgebaut und Millionen von Wanderarbeitern werden unterdrückt

Wir wollen einmal einen anderen Blick auf China wagen und fragen: Was ist dran an dieser chinesischen Variante des Weges zum Sozialismus? Der Nationale Volkskongress beschloss, die sozialistische Modernisierung soll weitergeführt werden, um bis 2035 die „materiell-technische Basis“ für ein „großartiges, modernes und sozialistisches Land“ zu erarbeiten.

Ob und wie das gelingen kann (und überhaupt tatsächlich gewollt ist), darüber wollen wir am 26. Mai informieren und kritisch diskutieren.

Referenten und Referentinnen:

– Prof. Dr. Wolfram Elsner, Wirtschaftswissenschaftler, Uni Bremen: „Was geht ab in China? Eindrücke von einer Vortragsreise“.

– Su Ping, Botschaft der VR China, Berlin: „China in der multipolaren Welt“.

– Dr. Rolf Geffken, Arbeitsrechtler, Hamburg: „Arbeitswelt und -Recht in der VR China“.

– Georges Hallermayer, Marx-Engels-Stiftung: „Die Rolle der VR China in Afrika“.

Veranstalterinnen:
– Marx-Engels-Stiftung | http://www.marx-engels-stiftung.de/ |
– DKP Marburg | http://dkp-marburg.de/ |
– SDAJ Marburg | https://www.sdaj-hessen.de/ |

Ort: „Alte Schule“ Ockershausen | Stiftstraße 28 | Marburg |
Parkmöglichkeiten beim Georg-Gaßmann-Stadion |
Datum: Samstag, den 26. Mai 2018
Zeit: 10:00 Uhr bis ca. 17:00 Uhr (Kostenfrei! Um Spenden wird gebeten!)

Flugblatt für die Tagung hier.

Konservative Weltfriedensmacht – geht das?

Ein marxistischer Blick auf Putins Russland

Veranstaltung mit Reinhard Lauterbach

Putins Russland proklamiert den Wahlspruch des reaktionären Säuferzaren Alexander III., das Land habe „keine anderen Verbündeten als seine Armee und seine Flotte“.

Es führt die USA und deren Verbündete mit völlig korrekten Argumenten und praktischen Handlungen vor. Putins Kritik am westlichen Unilateralismus aus seiner Münchener Rede von 2007 ist wenig hinzuzufügen. Seine Warnungen haben sich über die Jahre mehr als bestätigt.

Zugleich ist Putins Regiment im Innern konservativ bis reaktionär. Die orthodoxe Kirche wird gepäppelt, sexuelle Minderheiten haben es schwer, gegen Spielfilme wird wegen „Verletzung religiöser Gefühle“ vorgegangen. Den russischen Großkapitalisten („Oligarchen“) wird das Steuergeld vorn und hinten reingesteckt. Wie passt das zusammen?

DGB Mittelhessen, SDAJ Marburg und DKP Marburg-Biedenkopf wollen dieser Frage nachgehen und laden dazu herzlich ein.

Konservative Weltfriedensmacht – geht das?

Ein marxistischer Blick auf Putins Russland

Referent: Reinhard Lauterbach

Dienstag, 15. Mai 2018, 20:00

Marburg, Bahnhofstraße 6, Käte-Dinnebier-Saal

Reinhard Lauterbach, Historiker und Slawist, war langjähriger Redakteur des ARD-Hörfunks und ist seit 2013 Osteuropakorrespondent der „jungen Welt“.