Vietnam. Vom Sozialismus zur Industrie 4.0?

Die Niederlage der USA in Vietnam 1975 war – im Nachhinein gesehen – der letzte Sieg des Sozialismus im Zeitalter der großen Umwälzungen nach 1917. Zugleich bahnte sich Mitte der siebziger Jahre die weltweite marktradikale („neoliberale“) Wende des Kapitalismus und die Agonie der Sowjetunion an.

Quelle: Wikipedia

Welche Chance konnte da ein Land haben, das gleichsam gegen den Strom in den Sozialismus aufbrach?

Viele, die 1968 mit dem Ruf „Ho-Ho-Ho-Chi-Minh“ sich für Vietnam begeisterten, haben ihr Interesse daran mittlerweile verloren.

Quelle: Wikipedia

Nicht so Günter Giesenfeld, 1972-2003 Professor in Marburg. Er war seit den sechziger Jahren führend an der Solidaritätsbewegung mit dem vietnamesischen Volk beteiligt und ist heute noch Vorsitzender der Freundschaftsgesellschaft Vietnam. Sein Buch „Land der Reisfelder. Vietnam, Laos, Kampuchea. Geschichte und Gegenwart“, einst aus der Solidaritätsbewegung entstanden, ist nach ständigen Erweiterungen heute das Standardwerk zu diesem Thema.

Giesenfeld verschließt nicht die Augen vor den neuesten Entwicklungen in Vietnam. Diese sind geprägt von Fehlern der vietnamesischen Führung, Lehren, die daraus gezogen wurden, aber auch von den Zwängen einer Welt-Machtkonstellation, in die sich die indochinesischen Länder einfügen müssen, ob sie wollen oder nicht. In der Gegenwart wirkt eine außergewöhnliche Vergangenheit weiter.

Günter Giesenfeld will uns in diese Problematik einführen.

Wann? Freitag, 1. Februar 2019, 19:00

Wo? Käte-Dinnebier-Saal DGB-Haus, Bahnhofstr.6, Marburg

DKP Marburg-Biedenkopf und SDAJ Marburg laden herzlich ein.